Die Luftverteidigung der DDR bis 1990

Der internationale Markt für bodenständige Luftabwehr (Teil 3)

Auszugsweise Übersetzung und Kommentierung eines Beitrages zum 5. Jahrestag des Konzerns der Luftverteidigung "ALMAZ-ANTENY" aus der Zeitschrift "Nationale Verteidigung" ,
Autor Said Aminow, bearbeitet von S. Horst

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3. Teil : Die Abwehrsysteme mittlerer, kleiner und geringer Reichweite für aerodynamische Ziele

Die militärische Theorie und Praxis in ost und west hat keine einheitlichen Maßstäbe für die Begriffe geringe, mittlere und große Einsatzentfernungen für FlaRak-Technik. Als Ordnungsprinzip habe ich für diesen Beitrag folgende Festlegungen zugrunde gelegt : geringe Entfernung bis 5 km, kleine bis 15 km, mittlere Entfernungen bis 50 km und große Entfernungen bis 400 km.

 
Fla-Rak-Komplex "Hawk"
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  Fla-Rak-Komplex "Marder-Roland"
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FRK S-125 "Newa"
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  Modernisierter FRK "Petschora 2M"
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mit stationärer Vierlingsstartrampe. Die Fla-Raketenabteilung verfügt mit 16 Raketen auf 4 Rampen über ein große Feuerkraft, aber geringe Mobilität. Das bedeute, nach dem Beginn von Gefechtshandlungen konnte nur schlecht manövriert werden, um sich den Folgeangriffen zu entziehen.   Die Startrampe ist auf einen Basis - LKW montiert und um 360 schwenkbar. Die Fla-Raketenabteilung verfügt mit 8 10 Raketen auf 4 - 5 Rampen über eine halb so große Feuerkraft, aber was bedeutsamer ist, sie hat eine ausgezeichnete Manöverfähigkeit und kann sich in kürzester Zeit Schlägen des Gegners entziehen.
 
Der FRK "Petschora-2M" ist praktisch ein neuer Komplex, der vom Konzern "Verteidigungssysteme" entwickelt wurde. Der eingeschlagene Weg wird durch höchste Mobilität und modernste elektronische Technologien bestimmt.

Der FRK BUK-M1-2 der russischen Landstreitkräfte
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Der Fla-Raketenkomplex BUK war die Ablösung des Komplexes KUB der sowjetischen Landstreitkräfte. Er wurde als Version BUK-M1 nur an Finnland verkauft. Neue Kontrakte wurden gegenwärtig nicht abgeschlossen.

Der kompakte, selbstfahrende Fla-Raketenkomplex TOR-M2 bildet heute die Grundlage des Verkaufs russischer FRK kleiner Reichweite auf den internationalen Märkten. Er sichert die Ablösung der FRK OSA und Strela-10. Er wird gegenwärtig in der Modifikation TOR-M2 produziert und exportiert.

Der FRK "TOR-M2" der russischen Landstreitkräfte
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Der israelische FRK "Spyder"
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  Der britische FRK "Rapier 2000"
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Die Bezeichnung SPYDER ist die Zusammenfügung der Abkürzungen aus Surface to air PYthon and DERby. Es handelt sich um ein israelisches Kurzstreckenflugabwehr-Raketensystem zur Bekämpfung aerodynamischer Ziele in unteren Luftraum. Die elektronischen Systeme und die Starteinrichtungen sind auf LKW vom Typ Tatra untergebracht. Verwendet werden die Raketen Python 5, die einen Infrarot-Zielsuchkoof besitzen und auch nach dem Start der Rakete das Ziel erfassen und vernichten können. Die Rakete Derby ist Radar gelenkt und erhält das Ziel vor dem Start zu gewiesen.
Beide Raketen wurden aus Luft-Luft-Raketen entwickelt und werden für die bodenständige Luftabwehr eingesetzt.

Der britische Komplex "Rapier" wurde in der Vergangenheit in großer Anzahl exportiert, ist aber veraltet. Die modernisierte Variante "Rapier 2000" wurde nur noch an Großbritannien und Malaysia verkauft. Es ist beabsichtigt, die nächste Version "Jernas anzuschaffen. Die Schweiz besitzt 54 Lenkwaffensysteme Rapier und 1.200 Raketen.

 
Französischer FRK VL MICA
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  Russischer FRK der Landstreitkräfte "Strela-10M3"
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Die VL MICA wurde aus einer Luft-Luft-Rakete, die von den französischen Luftstreitkräften eingesetzt wird, entwickelt. VL steht für Vertical Launch. Die vier Raketen, die in Containern auf einem Basisfahrzeug von Renault untergebracht sind, werden senkrecht gestartet. Das System ist höchst beweglich und auf der Basis neuester Technologien elektronisch ausgestattet.

Das russische Fla-Raketensystem "Strela-10M"der Landstreitkräfte ist seit vielen Jahren in der Bewaffnung von mehr als 25 Ländern der Erde. Die Hauptaufgabe ist der Schutz der Truppen der Landstreitkräfte vor angreifenden aerodynamischen Zielen. Gegenwärtig sind keine Kontrakte bekannt

Tragbare Flugabwehrraketen geringer Reichweite

 
Russischer tragbarer FRK Igla"
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  Amerikanischer tragbarer FRK "Stinger"
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Schwedischer tragbarer FRK "RBS-70"
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  Französischer tragbarer FRK "Mistral" hier im Schiffseinsatz
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Vertikalschnitte der Wirkungszonen ausgewählter tragbarer FRK

Ausgewählte taktisch-technische Daten tragbarer FRK

Der Markt für bodenständige Flugabwehrmittel ist sehr groß und die Angaben über Kontrakte zwischen Exporteuren und Importeuren werden nicht im Internet gehandelt. Wenig konkrete Angaben sind über die Aktivitäten Chinas in diesem Bereich der Landesverteidigung zu finden.
Deshalb verweist der Autor auf einen Beitrag dieser Website unter : ~Link~.
Hier wird in überzeugender Weise davon berichtet, dass sich die Chinesen sehr selbstbewußt mit den modernsten russischen Luftverteidigungssystem ausstatten.
Wer mehr über die Luftverteidigung Chinas wissen möchte findet Informationen unter : http://www.sinodefence.com/ und unter : http://www.sinodefence.com/special/airdefence/fortress-china1.asp .

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