Die Luftverteidigung der DDR bis 1990

Interessantes zur Luftverteidigung aus Amerika


Ein Beitrag von Juli 2009 aus dem Informationsportal der PRO-PVO übersetzt und bearbeitet von Peter Stefezius und Siegfried Horst und ergänzt durch Angaben der Firma Raytheon.

Im August 2009 plant die US-Armee den Beginn von Flugtests eines Ballons (siehe Abbildungen), der geeignet sein soll, Flügel-raketen aufzuklären, zu begleiten und abzufangen. Er wird als der größte Flugapparat, der jemals von den amerikanischen Militärs zu Kampfoperationen verwendet wurde, bezeichnet.

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Ein Überblick des Systems :
Kommandostand innen, Luftschiff,
Kommandostand außen und Ortungssensoren

Das neue Waffensystem wird im Rahmen des Programms Joint Land Attack Cruide Missle Defense Elevated Netted Systems (JLENS) von der Gesellschaft Raytheon entwickelt. 2004 erhielt sie dazu einen entsprechenden Vertrag der US-Armee über einen Gesamtwert von 1,4 Milliarden Dollar.
In nächster Zeit plant Raytheon, dem Militär zwei Systeme JLENS bereit zu stellen. Sie bestehen aus 74 m langen Ballons, Radarausrüstung, mobilen Haltepunkten und Nachrichtenmitteln. Im Dezember 2009 und Mai 2010, so die Vertreter des Herstellers, soll auf ihnen die Radarausrüstung installiert sein.

 

 
 

Die Schemata zeigen mögliche Einsatzvarianten im Zusammenwirken mit der Marine und dem Heer

Die Ballons sollen in einer Höhe von drei Kilometern arbeiten und dabei im Radius bis zu 200 km die Aufklärung und Begleitung von Flügelraketen in alle Richtungen gewährleisten. Die Ballons werden als Fesselballons aufgelassen und können bis zu 30 Tagen dort verbleiben. Danach ist eine achtstündige Wartung am Boden erforderlich.

Gegenwärtig wird diese Überwachungsaufgabe durch speziell ausgerüstete Flugzeuge und bodengestützte Einrichtungen erfüllt. Letztere können die Flügelraketen nicht hinter dem Horizont aufklären. Die Erfüllung der Aufgabe mit Flugzeugen erfordert einen hohen Aufwand an Technik und Personal.

In der Vergangenheit wurden durch die US-Marine schon einmal Zeppeline zur Seeaufklärung eingesetzt. Als das letzte Luftschiff abgestürzt war, wurde diese Entwicklung nicht weiter verfolgt. Die Zeit wird zeigen, ob die eingeschlagene Richtung ein gangbarer Weg ist oder nur Millionen Dollar in die Rüstungsindustrie fließen.

Quellen: www.pro-pvo.ru / www.raytheon.com

 
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