Die Luftverteidigung der DDR bis 1990

Das Fla-Raketenregiment - 13


ab 1962


 
Ehrenname Edgar Andre´ (ab 1965)
 
Kommandeure des Truppenteils von Beginn bis zum 02.10.1990
 
Hptm.   Prottengeier
Oberst   Pedde
Oberstleutnant   Bergelt
Oberstleutnant   Katzmann
 
Standorte
 
Einheit Standort
Stab und TA Parchim
GS Dargelütz,
AFS ASURK-1 MÄ
S-75 : FRA-131 Warin
FRA-132 Tramm
FRA-133 Ziegendorf
FRA-134 Steffenshagen
 
Liebe Ehemalige der Fla-Raketentruppen und natürlich des FRR-13 hier ist Platz für Eure Erinnerungen.
Schreiben und per Post oder per e-mail an unsere Kontaktadresse senden.
Wir stellen Eure Beiträge an dieser Stelle ein.
 
Die Autoren der Chronik des Fla-Raketenregimentes - 13, Burkhard Keuthe, Hartmut Günter und Rudolf Wolf haben sich für diese Arbeit höchstes Lob verdient.
Auch das Informationsblatt "Der Kanonier", das seit 1996 regelmäßig erscheint, ist bemerkenswert. Interessenten können die Schriften unter 038721 22856 bei Burkhard Keuthe telefonisch bestellen.
Feuerzonen der FRA des Fla-Raketenregimentes - 13
 
Für ein größeres Bild anklicken
 
Viele interessante Informationen finden Sie in der Traditionszeitschrift
der Ehemaligen des Fla-Raketenregimentes - 13 "Der Kanonier"
Den Kanonier erreichen Sie hier : 
http://home.snafu.de/veith/frr-13.htm

(Hier ist Platz für Ihre Erinnerungen aus der Dienstzeit im FRR-13)




Ein ehemaliger Leiter FRID erinnert sich.

Im Fla-Raketeningenieurdienst des FRR 13

Erinnerungen von Lothar Herrmann Oberst a.D.

Unmittelbar nach dem Studium an der "Artilleriehochschule für Ingenieure" in Kiew erfolgte im Zeitraum von 1970 bis 1977 mein Einsatz als Leiter des Fla-Raketeningenieurdienstes im FRR-13.
Im Sommer 1970 begann im FRR-13 die Umrüstung von den Fla-Raketenkomplexen (FRK) SA-75 "Dwina" auf die FRK S-75 "Wolchow". Nach entsprechender Ausbildung erfolgte der Austausch jeweils an einem Tag. Parallel dazu erfolgte der Austausch der Fla-Raketen (FAR) 11D durch 20D. Nach Herstellung der Einsatzbereitschaft der FRA mit dem neuen FRK musste die alte Technik komplettiert und an neue Nutzer übergeben werden. In der TA wurden die FAR 11D enttankt, demontiert, neutralisiert und verpackt. Anschließend begann der Transport der Raketen in das IWP. Die geschilderten Ereignisse sind in der Broschüre "FRR-13 - Die Chronik des Fla-Raketen-Regimentes-13" der "Gemeinschaft der 13er e.V." ausführlich beschrieben worden.
Infolge der Einlagerung der Raketen in die C-Objekte musste mehrfach der Technologische Ablauf zur Vorbereitung der Fla-Raketen zum Verschuss in der TA und in den FRA geändert werden. In den FRA wurden Technische Kompanien (TK) formiert und auch in der Technischen Abteilung gab es strukturelle Veränderungen. Bei der Entwicklung der Technologien wurden große Anstrengungen zur Erhöhung der Arbeitsproduktivität bis auf 12/Stunde gemacht. Neben Offizieren des FRID war daran auch der Kommandeur der TA, Major Artuschewski, und Ltn. Peter Ganß beteiligt, der später Leiter der Politabteilung der 43. FRBr wurde. Die Ausgangslage war, dass die FAR und ihre Komplettierungsteile in Verpackung im Bunker eingelagert waren (die Gefechtsteile waren generell eingebaut).
Bei der ersten Variante erfolgte die Montage auf Transport- und Ladefahrzeug (TLF) im Schutzbauwerk mit Hallenkran. Nach dem Auspacken und Verladen des Starttriebwerkes (PRD) wurde die zweite Stufe angesetzt und verbunden. Danach erfolgte der Durchlauf durch die Tankplätze wie bisher üblich. Die Arbeitsproduktivität betrug 6FAR/Stunde, die Arbeiten erfolgten in Deckung und es wurde kein Autodrehkran benötigt. Die gleiche Technologie konnte auch in Feldstellungen angewendet werden. Diese Technologie wurde in der Folgezeit von den vorgesetzten Fla-Raketeningenieurdiensten unter Angabe verschiedener Gründe untersagt. Durch ein Kfz im Schutzbauwerk könnte eine Gefahrensituation entstehen und die Beschädigung der Stehbolzen an der 2. Stufe beim Einschieben in entsprechenden Öffnungen am PRD wäre wahrscheinlich. Die genannte Beschädigung der Stehbolzen konnte ebenso beim Verbinden der 1. und 2. Stufe auf TST auftreten.
Bei einer zweiten Variante erfolgte nach dem Auspacken die Montage auf Montage- und Transportwagen (TST) mit anschließendem Verladen auf TLF vor dem Schutzbauwerk. Bei Einsatz von zusätzlichem Personal von ca. 20% der Normalstärke ("leihweise" aus anderen Bereichen) wurde eine Arbeitsproduktivität von 12FAR/Stunde erreicht. Dazu wurden zwei Lufttankplätze eingerichtet. Die zweite Variante wurde nach Einführung der Lagerung der FAR in Stellagen modifiziert.
Insgesamt wurden die vielfältigen Aufgaben der ingenieurtechnischen Sicherstellung erfüllt. Die Offiziere des FRID hatten ein sehr gutes Fachwissen und arbeiteten mit großer Initiative. Das muss an dieser Stelle noch einmal hervorgehoben werden.

Lothar Herrmann

© (2009-2012) www.lv-wv.de