Die Luftverteidigung der DDR bis 1990

Das Fla-Raketenregiment - 23


ab 1978
zuvor
ab 1961 FRR-17


 
Ehrenname Rudolf Breitscheid (ab 1971)
 
Kommandeure des Truppenteils von Beginn bis zum 02.10.1990
 
Hptm.   Gericke
Major.   Keine
Oberst   Mahrlow
Oberst   Artuschewski
Oberst   Horst
Oberst   Wieche
 
Standorte
 
Einheit Standort
Stab und TA Stallberg
GS Uhlenkrug
S-75 : FRA-231 Altwarp
FRA-232 Eichhof
FRA-233 Kreuzbruchhof
FRA-234 Weggun
Im Diensthabenden System der Luftverteidigung von 1962 bis 1984
Ab 1984 verkürzter Personalbestand - gefechtsbereit erst nach Mobilmachung
 
Liebe Ehemalige der Fla-Raketentruppen und natürlich des FRR-23 hier ist Platz für Eure Erinnerungen.
Schreiben und per Post oder per e-mail an unsere Kontaktadresse senden.
Wir stellen Eure Beiträge an dieser Stelle ein.
 
Link zur Homepage der FRA-231
 
Feuerzonen der FRA des Fla-Raketenregimentes - 23
 
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Fotos zum FRR-14 / 31
 
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Eingangsbereich zum Regiment
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Der Minister besucht das FRR-23 im Feldlager


Weitere Bilder finden Sie unter:
http://www.lv-wv.de/galerie/privatfoto/flminister.html
http://www.lv-wv.de/galerie/privatfoto/frr23.html


Erinnerungen an das FRR-23

Die Feldlager der Fla-Raketentruppen

Die Feldlager der Fla-Raketentruppen, die ich schon oft als jüngerer Offizier absolviert hatte, erlebte ich auch als Stellvertreter des Regimentskommandeurs. Das Vorkommando zur Aufnahme der Fla-Raketenabteilungen und des Gefechtsstandes führte der Stellvertreter für Ausbildung. Mit ihm verlegte der Stellvertreter des Kommandeurs für Rückwärtige Dienste (StKRD) im Eisenbahntransport von Stallberg nach Lieberose. Es war uns immer eine große Freude, eine ganz Nacht im Eisenbahnwaggon Skat zu spielen. Horst Treptau erwies sich während der Vorkommandos als echter Kumpel, dem eine gute feldmäßige Unterbringung der Truppe am Herzen lag. Die Feldlager, die wir gemeinsam aufbauten, fanden immer die Zustimmung unseres Kommandeurs und auch höherer Vorgesetzter. 1982 besuchte Armeegeneral Hoffmann mit dem Chef des Kommandos LSK/LV unser Feldlager. Minister Hoffmann kam in Begleitung seines sowjetischen Beraters.
Am Eingang der Wohnzone des FRR-23 meldete Oberst Artuschewski die Bereitschaft zur Besichtigung. Der Minister und sein Tross gingen durch die Zelte, sprachen mit Offizieren und Soldaten über die Ausbildung im Feldlager und über den Dienst in der Armee allgemein. Als wir am Zelt des Regimentskommandeurs vorbei kamen stutzte der sowjetische Berater des Minister und stellte die Frage, warum dieses Zelt eine Tür habe. In der Tat: Es war das einzige Zelt im gesamten Feldlager, das eine Tür hatte. Alle Blicke richteten sich erwartungsvoll auf meinen Kommandeur. Erich holte Luft und meldete: "Damit die Unterstellten anklopfen können, wenn sie sich bei mir melden, Genosse Minister." Alle Blicke richteten sich auf den Minister, und als dieser die Antwort lächelnd akzeptierte und zu seinem Berater sagte: "Ja, so ist das bei uns", entspannten sich die Gesichter von Generaloberst Reinhold und auch des Chefs der Fla-Raketentruppen. Unser Kommandeur lud dann, wie geplant den Minister und sein Gefolge zum Mittagessen ein. Auch diesmal gab es Erbseneintopf aus der Feldküche. Das Essen war köstlich, schmeckte offensichtlich allen und wurde von Armeegeneral Hoffmann sehr gelobt.
Erich Artuschewski war ein geselliger Mensch, der gern Trubel um sich hatte. Er teilte im Feldlager sein Zelt immer mit seinen Stellvertretern. Oft lagen wir spät am Abend noch stundenlang wach und diskutierten über Gott und die Welt. Natürlich auch über die Menschen. Es waren für mich interessante Gespräche, die mir viel vom Leben erklärten. Erich, wir duzten uns inzwischen, war kein großer Theoretiker, aber in den praktischen Fragen des Lebens unschlagbar. Er sagte gern: "Ich muss nicht alles wissen, aber ich muss wenigsten einen kennen, der weiß wo es steht." Aber er wusste ganz genau, was wirklich wichtig war zu wissen, und das wusste er auch.

Im Feldlager gab es in jedem Ausbildungsjahr drei Schwerpunkte. Erstens: Die Geschlossenheit der Gefechtsbesatzungen sollte bei herkömmlicher Führung auf reale Ziele deutlich erhöht werden. Die Konzentration von jeweils 50 Prozent der Abteilungen S-75 und S-125 in geringem Abstand bot die Möglichkeit effektiver Zieldarstellungen für alle Beteiligten gleichzeitig. Zweitens: Die Erhöhung der Verlegefähigkeit im Eisenbahntransport wurde trainiert, und drittens: Die Gefechtsnähe der Ausbildung konnte unter Feldlagerbedingungen weit besser gestaltet werden als in den DHS-Stellungen. Der Truppenübungsplatz Lieberose war einer der größten in der DDR. Mitten hindurch führte die Fernverkehrsstraße 97. Das Zentrum des Platzes mit den Maßen 5 x 15 km bestand aus feinem Sand, der in mehr als vierzig Jahren von tausenden Panzerketten zermahlen worden war. Am nördlichen Rand dieser Fläche wurden im Feldlager bis zu 16 Fla-Raketenkomplexe zur gefechtsnahen Ausbildung entfaltet. Das Feldlager fand in den Anfangsjahren zunächst im Juni, später im März statt. Umfang und Komplexität der Ausbildung nahmen von Jahr zu Jahr zu. Die Offiziere der FRT waren von dieser Ausbildungsmaßnahme, obwohl sie mehrere Wochen nicht bei Ihren Familien sein konnten, in der Mehrzahl begeistert. Die Fla-Raketenkomplexe entfalteten wir ca. 300 m vor der Waldkante auf der Sandfläche. Die Wohnzonen der Fla-Raketenabteilungen waren in dem sich anschließenden Wald untergebracht. Außerdem gab es auf der anderen Seite des Platzes eine Stabs- und Wohnzone für die Teilnehmer aus den Stäben der Division und des Kommandos.
Die taktische Übung lief gewöhnlich in drei zeitlichen Etappen ab. Die erste Etappe umfasste die Verlegung in das Feldlager mit den Elementen Herstellen der Marschlage in der DHS-Stellung, Marsch, Eisenbahntransport und Herstellen der Gefechtslage im neuen Raum. In dieser Etappe wurden die Fla-Raketenabteilungen durch den Bereich des Stellvertreters für FRT des Verbandes überprüft. Sie dauerte in der Regel, je nach Länge des Eisenbahntransports, zwei bis drei Tage. Die zweite Etappe bestand aus den Elementen Gefechtsausbildung der Besatzungen bei der Bekämpfung realer Ziele und Ausbildung der Startbatterien unter harten und gefechtsnahen Bedingungen. Höhepunkt und Abschluss dieser Etappe war die Abnahme des Ausbildungsstandes aller Beteiligten. In dieser Etappe kontrollierten die Ingenieure des Fla-Raketen-Ingenieur-Dienstes den Zustand der Technik und den technischen Ausbildungsstand der Offiziere und Mannschaften. Diese Kontrolle erstreckte sich in der Regel über zwei bis drei Tage. Danach folgte die dritte Etappe mit dem Herstellen der Marschlage der FRA und ihrer Rückverlegung in die DHS-Stellung. Da waren drei Wochen schnell vergangen. Das Feldlager galt als beendet, wenn der Kommandeur aus der Feuerstellung "zu Hause" die Gefechtsbereitschaft an den Gefechtsstand des Truppenteiles gemeldet hatte. Es dauerte danach allerdings noch geraume Zeit, bis jede Kabine, jedes Fahrzeug und die Sicherstellungsausrüstung wieder in den normativen Zustand gebracht waren.




Ein technischer Offizier erinnert sich.

Von der FRA 172 in den Fla-Raketeningenieurdienst

Erinnerungen von Lothar Herrmann

Nach meinen ersten Einsätzen in der Luftverteidigung im Pionier- und Bau-Bataillon 14 und als Zugführer in einer Flak-Batterie landete ich im LAR-12 in Pinnow. Nach meiner Ausbildung als Obertechniker für die Kabine PAA wurde ich in der Funktechnischen Kom-panie (FuTK) der FRA-232 (damals FRA-172) als 2. Zugführer und später als Kompaniechef eingesetzt. Nach einer Strukturänderung wurde ich Stellvertreter des K-FRA. Der Kommandeur der FRA war Hptm. Glusa, Stabschef war Hptm. Zengler. Übrigens diente in der Flak-Batterie Ltn. Brandenburg, der spätere Stabschef der 3. LVD. In der FRA diente ich von 1962 bis 1963.
Die FRA-232 wurde mit der Durchführung mehrerer Lehrvorführungen im Rahmen der Luftverteidigung beauftragt. Die bedeutendste war die Vorführung der Verladung einer FRA zum Eisenbahntransport über eine mobile Laderampe und anschließender Entladung über eine Seitenrampe. Weiterhin wurde die wohl erste Variante des Trainings und der Beurteilung der Genauigkeit der Arbeit der Funkorter der RLS gezeigt.
In der FuTK gab es einige interessante Initiativen zur Sicherung einer hohen Gefechtsbereitschaft. Alle Offiziere der FuTK wurden als Leitoffizier und alle Unteroffiziere als Funkorter ausgebildet. Weiterhin wurde gesichert, dass 2 bis 3 Offiziere den Stellungs-wechsel der Kabine PAA beherrschten. Diese Maßnahmen wurden durch weitere Neuerungen ergänzt.
Von 1963 bis 1965 übernahm ich die Funktion des Oberoffiziers Funktechnische Einrichtungen im Fla-Raketeningenieurdienst (FRID) des FRR-23. Leiter war damals Hptm. Schiratis, Regimentskommandeur Hptm. Gericke. Im FRID war damals noch Ltn. Zauch, dem ich in der Folgezeit noch oft begegnet bin, meistens auf dem Schießplatz Aschuluk.
Bei den Kontrollarbeiten an der Raketenleitstation stellte sich heraus, dass eine exakte Messung der an der Antenne des Kommandosenders ankommenden Senderleistung nicht möglich und nicht vorgesehen war. Es fehlte definitiv ein entsprechendes Übergangsstück. Dieses wurde erst bei späteren Lieferungen dem Zubehör hinzugefügt. Deshalb wurde ein Übergangsstück entwickelt und eingesetzt. Natürlich war vor einer Eichung eine gewisse Ungenauigkeit der Messung möglich. Durch seinen Einsatz wurde die Nichteinsatzbereit-schaft von 2 der 4 Raketenleitstationen festgestellt (Kontrolle des Kommandokanals durch Abfrage funktionierte leider durch Restabstrahlung, Abstrahlung durch Kabel oder Kabine). Bei einer PAA war das Übergangsstück von der langsam rotierenden Verbindung zum Antennenkabel gequetscht, bei einer anderen RLS war durch unsachgemäße Abstützung des Kabels zwischen AA und PAA Wasser in die Stecker gelaufen. Man muss hinzufügen, dass die Kontrolle des Kommandokanals durch Abfrage einer Rakete funktionierte. Offenbar reichte dazu eine geringe Restabstrahlung oder die Abstrahlung durch Kabel oder Kabine.
Unter Führung von Major Keine als Regimentskommandeur wurden große Anstrengungen zur Senkung der Normzeiten unternommen. Als erstes Ziel sollte die Möglichkeit eines Stellungswechsels einer FRA in 30 Minuten bewiesen werden. Es wurde ein Diplom-ingenieur aus den Reihen der Wehrpflichtigen mit Spezialkenntnissen auf dem Gebiet der Netzplantechnik mit der Ablaufoptimierung beauftragt. Daraus erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurdienst die Festlegung neuer Abläufe. Bei der Realisierung wurden aus der jeweiligen Einheit zusätzlich alle Armeeangehörigen eingesetzt, die zu diesem Zeitpunkt des Ablaufes von "Gefechtshandlungen" nicht unmittelbar an diesen beteiligt sind (Politstell-vertreter, Parteisekretär, Funktionsunteroffiziere, ). Die 30 Minuten wurden erreicht. Die gleiche Methode wurde auch bei der Erhöhung der Arbeitsproduktivität der TA von 12 auf 24 Raketen pro Sunde erreicht (mit zwei "Technologischen Abläufen"). Logisch, dass die Erfolge von "wilden Protesten" der Politorgane begleitet wurden. Natürlich konnten die erreichten Endzeiten nicht zu jeder Zeit und unter allen Umständen als Normzeit fixiert werden. Diese Aktionen regten aber zu einem Umdenken bezüglich eines optimalen Personaleinsatzes an. Beispielsweise die Einbeziehung von Spezialisten aus dem Kreis der Soldaten, die entsprechende Fachkenntnisse hatten. Es war das Prinzip, zur Lösung komplizierter Aufgaben Spezialisten verschiedener Bereiche zusammenzuführen. Diese Methode hat mir auch bei meiner späteren Tätigkeit im FRR-13 und in der 43. FRBr sehr geholfen.

Lothar Herrmann




Weggun, ein alter Flak-Fuchs berichtet

Erinnerungen von Oberstleutnant a.D. Hans- Gerd Antrag

Werter Oberst a. D. Horst,

ich schreibe Ihnen auch im Namen der ehemaligen Angehörigen der "Flak- Batterie 1743" , mit denen ich noch heute in Verbindung stehe und im September den 50. Jahrestag unserer Einberufung und der Aufstellung unserer Einheit feiern werde. Alle, die Ihr Buch gelesen haben, haben dies mit Interesse getan, erhielten wir doch dadurch erstmals einen komplexen Eindruck davon, was sich hinter dem grünen Bretterzaun- das war für uns das "Verbotene Land", abspielte. Wenn wir als Wachposten auf der Ringstraße unsere Runden drehten, war alles zugeplant und wenn die "Produkte" per TLF von der Technischen Abteilung zu uns überführt wurden, durften wir Straßenkreuzungen und Tore bewachen, aber keinen Blick unter die Planen riskieren. Dabei hatten wir Wegguner noch den Vorteil gegenüber den Flak- Artilleristen in Eichhof, Burg Stargard und Altwarp, dass unsere Stellung auf unserem "Flak- Berg in der "Herta"- Schonung lag und man vom Vorderhang aus Mit der "1- m- E- Messbasis" einen Blick in das Territorium jenseits von Stacheldraht- und Bretterzaun werfen konnten, von wo nur Sirenengeheul und Motorengeräusche zu uns hoch klangen.
Deshalb sind wir von enttäuscht bis traurig, dass unserem Dienst in Ihrem Buch ganze zwei Zeilen gewidmet wurden, obwohl wir mindestens in den ersten12- 18 Monaten einen nicht unerheblichen, wenn auch nicht unmittelbaren Beitrag zur Gefechtsbereitschaft der Abteilung geleistet haben.
Für uns alle bleibt in ewiger Erinnerung der Tag, an dem wir eine "tragende Rolle" beim Aufbau der Technischen Abteilung übernehmen mussten. "Wie bei den Chinesen" trugen wir armstarke Bleimantelkabel- pro Mann 1m- um die Kiefern herum in die Kabelgräben, um dann dieses Objekt nicht wieder zu sehen.
Auch unsere Flakstellung bauten wir selbst- ohne jede Technik- bei bis zu 16°C Minusgraden! Wir tauten mittels Reisigfeuer die Oberfläche auf ca.1m²auf und gruben uns bis unter den Frostboden. Dann kamen Brechstange und Vorschlaghammer zum Einsatz und wir brachen Schollen heraus, die dann zur Brustwehr aufgetürmt wurden. So entstanden die Feuerstellungen mit Munitionsnischen, die Stellungen für die GRS und das Kommandogerät und , die Aggregatestellungen , Batteriebefehlsstelle, Mannschaftsbunker mit überdeckten Laufgräben und der Munitionsbunker, der über 4 m. tief war und von uns mindestens dreimal ausgehoben wurde, weil der Sandboden immer nachrutschte. Auch das Holz für die Faschinierung der Laufgräben und Unterstände schlugen wir selbst, und schufen dabei gleichzeitig Schussfeld, da half uns kein Forstbetrieb mit Kettensägen.
Als die Spezialtechnik eintraf, waren wir feuerbereit und konnten uns anderen Aufgaben zuwenden.
Als wir das Kasernenobjekt bezogen, gab es nur Sandhaufen und Trampelpfade. Es war ohne Schwierigkeiten möglich, über einen dieser Erdaushübe mittels Bohle durch das Fenster in den 1. Stock der Unterkunft zu gelangen, ohne am UvD- Fenster vorbei zu müssen. Ein Wintersturm 1962 zudem nahezu alle Oberleitungen im Objekt und wir waren tagelang ohne Strom und Wasser. Als Folge davon befahl der damalige Kommandeur Hauptman Meyer , dass jede freie Minute, auch die Wochenenden dazu zu nutzen waren, das Objekt zu "kultivieren". Dazu verhängte er auch eine Urlaubssperre, die immer wieder verlängert wurde, so dass wir als Freiwillige, denen laut Vorschrift aller 6 Wochen ein "VKU" zu stand, erst nach 10 bis 12 Wochen Urlaub erhielten. Das änderte sich später auch nur geringfügig und wurde durch das DHS bestimmt. Bekanntlich gab es in der Anfangsphase vor allem in der FuTK technische Störungen, deren Behebung oft Tage in Anspruch nahm. Dann übernahm eine andere Abteilung das DHS, was mittels Alarm geschah und für unsere Batterie zusätzlichen Wachdienst bedeutete. Bei Störungen im Komplex der eigenen Abteilung wurden wir nicht abgelöst und wenn Capitan Schneider von der englischen Militärmission in der Gegend aufkreuzte, musste durch die Wache die Schützenlöcher an den Panzersperren auf den Waldwegen rund um das Sperrgebiet besetzt werden- die Posten standen dann 6-8 Stunden ohne Ablösung! Obwohl wir keine reguläre Wacheinheit waren galt unter uns als "Drückeberger", wer bis zur Beförderung zum Gefreiten nicht mindestens 100mal Wache gestanden hatte- erst dann durfte er sich "Wachfuchs" nennen!
Auch Wegebau, dazu wurde zwecks Gewinnung von Baumaterial eine alte Feldscheune abgetragen, was zum Zerwürfnis mit dem LPG- Vorsitzenden führte und andere Pionierarbeiten waren unsere Aufgabe, die Angehörigen der FuTK und der Feuerbatterie wurden dazu kaum herangezogen.
Das so ganz nebenbei noch unsere Gefechtsausbildung lief und wir beim Fla- Schießen in Zingst gute Noten erzielten, mag nach diesem Bericht manchen verwundern, aber wir sind noch heute darauf stolz! Das ist sicher auch die Ursache dafür, dass sich der "harte Kern" einschließlich des Batteriechefs Maj. a.d. Zönnchen immer noch trifft.
Zu diesem Ereignis erscheint auch immer eine Festschrift, die "Feuerpause", deren "Chefredakteur ich bin. In dieser Zeitschrift möchte ich für Ihr Buch werben und ggf. daraus zitieren. Ich bitte sie darum, mir dazu die Erlaubnis zu erteilen und verabschiede mich mit der Ihnen sicher bekannten Losung: "Einmal Wegguner- immer Wegguner!"

Oberstleutnant a.D. Hans- Gerd Antrag
ehemals Ladekanonier und Funktruppführer R401 in der IV. FA /FRR17

Die harten Jungs von der Flakbatterie der FRA in Weggun

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