Die Luftverteidigung der DDR bis 1990

Beitrag 6 - Yom Kippur Krieg Israel - Ägypten - Syrien 1973

Am 6. Oktober 1973 eröffneten die ägyptischen Streitkräfte mit 1.650 Geschützen und mit 220 Flugzeugen den Angriff auf israelisches Territorium. Es war der 4. arabisch-israelische Krieg. Mit ihm wollte die arabische Seite, besonders Ägypten und Syrien, die herbe Niederlage in dritten dieser Kriege im Jahre 1967 vergessen machen und verlorene Gebiete zurück erobern. Am höchsten israelischen Feiertag Jom Kippur, an dem das offizielle Leben in Israel ruht, begannen die Araber ihre Offensive. Diese war zunächst sehr erfolgreich und die Israelis benötigten fast eine Woche, um ihre Kräfte zu formieren und zum Gegenangriff zu führen.

Bis zum fünften Kriegstag wurden von den Ägyptern nach Angaben der Israelis und Amerikaner 85 Flugzeuge, darunter 50 F-4 Phantom mit den Fla-Raketensystemen S-75 und S-125 erfolgreich bekämpft. Insgesamt verloren die Israelis bis zum 24.10.1973 nach sowjetischen und arabischen Angaben 209 Flugkörper. Die Luftverteidigung, besonders die Fla-Raketentruppen waren bedeutend erfolgreicher als im 3. israelisch-arabischen Krieg.
Sie waren mit modernster Technik ausgerüstet, deutlich besser ausgebildet und auf die Gefechtshandlungen mit einem klugen Luftgegner vorbereitet

Im Kampf um die Golanhöhen erwiesen sich die israelische Truppen als die erfolgreicheren.
Am 12. Oktober hatten sie die syrische Front im Nordteil durchbrochen und standen 32 km vor Damaskus. In dem als Operation Gazelle bezeichneten Gegenschlag der israelischen Armee wurden die ägyptischen Streitkräfte, die im nördlichen Teil des Landes entlag des Suez-Kanales konzentriert waren, durch die Israelis umgangen. Nördlich des Bittersees überquerte General Arion Sharon mit seinen Kräften den Kanal und kesselte sie 3. Ägyptische Armee ein. Wieder einmal hatte sich die Überlegenheit der israelischen Heerführer gezeigt. Durch eine unerwartete und kühne Querung des Suez-Kanals hatte sich das Kriegsglück gewendet. Die Sowjetunion unterstützte die arabische Seite verstärkt mit Kriegsgerät und Waffen. Am 25.10.1973 versetzten die Amerikaner ihre Atomstreitkräfte und ihre Streitkräfte in der BRD in Alarmbereitschaft. Es kam zur gefährlichsten Konfrontation zwischen den USA und der Sowjetunion seit der Kuba-Krise
Es begannen hektische diplomatische Gespräche zwischen den beteiligten Staaten. Auf Druck der USA. Die Resolution 322 des UN-Sicherheitsrates zur sofortigen Einstellung der Kriegshandlungen durch alle Beteiligten wurde verabschiedet. Der Jom-Kippur-Krieg war eine wesentliche Ursache für die folgende Ölkrise. Die OAPEC-Länder bis zur Freigabe der besetzten arabischen Gebiete durch Israel die Erdölförderung bedeutend zu verringern und beschlossen gleichzeitig eine Erhöhung der Erdölpreise.

Weitere Informationen finden Sie unter :

Wikipedia "Jom-Kippur-Krieg"



Jagdbombenflugzeug F-4 Phantom

peters-ada :
Feuertaufe des S-125 Interessante Ausführungen zum erfolgreichen Einsatz der Fla-Raketenkomplexe S-125 "Newa" >>zum Artikel auf peters-ada<<

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